BAUCHEMIE & FENSTERANSCHLUSS

Montageschaum beim Fensteranschluss richtig einordnen

Montageschaum übernimmt beim Fensteranschluss vor allem die Wärme- und Schalldämmung der mittleren Funktionsebene. Er ersetzt jedoch nicht automatisch die innere Luftdichtheit und den äußeren Wetterschutz.

Montageschaum Fensteranschluss
Direkte Empfehlung

Montageschaum immer als Bestandteil eines abgestimmten Anschlusskonzepts einsetzen. Die innere, mittlere und äußere Funktionsebene müssen jeweils fachgerecht geplant und ausgeführt werden.

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Die Aufgabe

Montageschaum füllt beim Fensteranschluss den Hohlraum zwischen Fensterrahmen und Baukörper aus. Er übernimmt dabei vor allem Aufgaben der Wärme- und Schalldämmung in der mittleren Funktionsebene.

Er allein stellt jedoch in der Regel weder die innere Luftdichtheit noch den äußeren Schutz vor Wind und Schlagregen sicher. Deshalb muss Montageschaum immer als Bestandteil eines abgestimmten Anschlusskonzepts betrachtet werden.

Entscheidend ist, dass innere Abdichtung, mittlere Dämmung und äußerer Wetterschutz jeweils funktionsgerecht ausgeführt werden.

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Entscheidungskriterien

  • Art der Montage: Fensterrahmen, Türzarge oder Hohlraumfüllung
  • erforderliche Aushärtegeschwindigkeit
  • Fugenbreite und Fugentiefe
  • Verarbeitungs- und Umgebungstemperatur
  • Feuchtigkeit des Untergrunds und der Umgebung
  • erforderliche Dosierbarkeit und Schaumstruktur
  • Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung
  • notwendige Standfestigkeit und Belastbarkeit
  • anschließende innere und äußere Abdichtung
  • Eignung für die konkrete Einbausituation gemäß aktuellem technischen Datenblatt
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Empfohlenes Vorgehen

  1. Baukörper, Fensterrahmen und Fugenabmessungen prüfen.
  2. Festlegen, welche Produkte die innere, mittlere und äußere Funktionsebene übernehmen.
  3. Geeigneten 1K- oder 2K-Montageschaum entsprechend der Anwendung auswählen.
  4. Untergründe reinigen und nach den Verarbeitungsvorgaben vorbereiten.
  5. Angrenzende Oberflächen vor Verschmutzung schützen.
  6. Montageschaum kontrolliert und nicht übermäßig in die Fuge einbringen.
  7. Auf ausreichende Aushärtung gemäß aktuellem Produktdatenblatt achten.
  8. Überstehenden Schaum erst nach ausreichender Aushärtung bearbeiten.
  9. Die innere Luftdichtheit und den äußeren Wetterschutz mit geeigneten Systemprodukten herstellen.
  10. Übergänge, Ecken und den unteren Fensteranschluss abschließend kontrollieren.
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Typische Fehler

  • Montageschaum wird als vollständige Fensterabdichtung betrachtet.
  • Die innere luftdichte Ebene fehlt oder ist unterbrochen.
  • Der äußere Schutz gegen Wind und Schlagregen wird nicht hergestellt.
  • Die Fuge wird zu stark ausgeschäumt.
  • Verarbeitungstemperatur und Aushärtezeit werden nicht beachtet.
  • Untergründe sind staubig, fettig oder ungeeignet vorbereitet.
  • Der Schaum wird zu früh geschnitten oder belastet.
  • Bewegungen der Anschlussfuge werden nicht berücksichtigt.
  • Produkte unterschiedlicher Hersteller oder Systeme werden kombiniert, ohne ihre Verträglichkeit zu prüfen.
  • Produktangaben aus älteren Unterlagen werden ungeprüft auf aktuelle Produkte übertragen.
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    Technische Hinweise

    1K-Montageschaum
    Einkomponentige Montageschäume härten unter dem Einfluss von Feuchtigkeit aus. Sie eignen sich insbesondere zum Füllen und Dämmen von Anschlussfugen und Hohlräumen. Verarbeitung, Aushärtung und Ausbeute hängen stark von Temperatur, Feuchtigkeit und Fugengeometrie ab.

    2K-Montageschaum
    Zweikomponentige Schäume härten durch eine chemische Reaktion der beiden Komponenten aus. Sie erreichen häufig schneller eine höhere Anfangsfestigkeit und werden unter anderem bei der Montage von Türzargen und bei Anwendungen mit erhöhtem Zeit- oder Festigkeitsbedarf eingesetzt.

    Funktion im Fensteranschluss
    Montageschaum übernimmt hauptsächlich die mittlere Dämm- und Füllebene. Die innere Luftdichtheit und der äußere Wetterschutz müssen abhängig von der Einbausituation durch weitere geeignete Abdichtungsprodukte hergestellt werden.

    Produktdaten beachten
    Verarbeitungszeit, Schneidbarkeit, Belastbarkeit, Ausbeute, Baustoffklasse und Anwendung unterscheiden sich je nach Produkt. Maßgeblich sind immer das aktuelle technische Datenblatt, das Sicherheitsdatenblatt und die Verarbeitungshinweise des jeweiligen Produkts.

    Direkter Kontakt

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